Betriebsschließung wegen Corona

Der Corona-Virus (auch 2019-nCoV oder Sars-CoV-2 genannt) bedeutet für die allermeisten Unternehmen und Unternehmer große Herausforderungen. Viele machen deutlich weniger, einige kaum noch und machen sogar überhaupt keine Umsätze mehr. Ihre Existenz steht auf dem Spiel.

Wenn Sie für Ihr Unternehmen eine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben, können Sie die finanziellen Einbußen eventuell abmildern. Dies könnte der Fall sein, wenn Sie eine

  • Betriebsausfallversicherung
  • Betriebsunterbrechungsversicherung
  • Betriebsschließungsversicherung
  • Veranstaltungsversicherung bzw. Eventversicherung

abgeschlossen haben. In der aktuellen Situation werden diese Versicherungen von Versicherern übrigens nicht mehr angeboten oder zumindest nur mit Corona-Ausschluss.

Aber leider ist oft auf den ersten Blick unklar, ob Versicherungsschutz besteht und vor allem in welchem Umfang. Häufig werden Versicherer auch versuchen, sich ihrer vertraglichen Verpflichtung zu entziehen.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht von Ihrer Versicherung abwimmeln lassen. Versicherer wissen genau, dass die meisten Versicherungsnehmer hier wenig bis gar keine Kenntnisse haben, um den Versicherungsvertrag richtig einordnen zu können.

Wir prüfen Ihre Ansprüche und helfen Ihnen bei der Durchsetzung!

Senden Sie uns Ihre Versicherungspolice und – wenn Sie den Schaden schon selbst gemeldet haben – Korrespondenz mit Ihrer Versicherung zu und wir geben Ihnen eine kostenfreie, unverbindliche Ersteinschätzung, ob der Anspruch auf Versicherungsleistung Aussicht auf Erfolg hat. Sämtliche Informationen, Unterlagen und Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Welche Voraussetzungen vorliegen müssen, dass Versicherungsschutz besteht, können sie Ihren Versicherungsbedingungen entnehmen. In vielen, wenn nicht sogar den meisten Fällen wird es dort in diesem Zusammenhang heißen, dass die “zuständige Behörde den Betrieb geschlossen haben muss”. In vielen Bundesländern wurde mit so genannten „Allgemeinverfügungen“ die Schließung bestimmter Unternehmen, wie Restaurants, Gaststätten, Hotels, Kosmetikstudios, Friseuren usw. angeordnet. Damit dürfte bei Bestehen einer entsprechenden Versicherung wahrscheinlich Versicherungsschutz bestehen. Es dürften im Übrigen auch auch allgemeine und zum Teil überregionale Anordnungen und/oder Verfügungen ausreichen, damit Versicherungsschutz besteht. Denn in den meisten Versicherungsbedingungen ist gerade nicht geregelt, dass sich die behördliche Anordnung und/ oder Verfügung unmittelbar an das betroffene Unternehmen richten muss.

Auf welche Leistungen Sie Anspruch haben, kommt darauf an, was in den Versicherungsbedingungen geregelt ist. Dies ist für einen Laien meist nicht verständlich, Wichtig ist deshalb, sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden. Schon alleine deshalb, um schon bei der Schadenmeldung keinen Fehler zu machen. Beispielsweise könnte es nach Ihrem Vertrag sein, dass der Versicherer die Lohnkosten übernehmen muss, wenn ein Mitarbeiter wegen SARS Covers-2 (Corona) in Quarantäne ist. Wenn der ganze Betrieb schließen muss, werden meistens bestimmte vereinbarte Tagessätze für einen ebenfalls vereinbarten Zeitraum gezahlt. Einige Versicherungsbedingungen sehen sogar vor, dass für den vereinbarten Zeitraum die anfallenden Kosten und der Gewinn gezahlt wird, der Ihnen im Zeitraum der Schließung entgeht.

Achten Sie darauf, dass Sie alle vertraglichen Anzeigepflichten und Obliegenheiten erfüllen und dem Versicherer auch so schnell wie möglich die für die Schadenbearbeitung notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellen. Folgende Maßnahmen können Sie – aber auch wir – für Sie übernehmen:

Zunächst ist der Versicherungsfall unverzüglich zu melden. Warten Sie hiermit nicht zu lang, denn verspätete oder unvollständige Meldungen können als Obliegenheitspflichtverletzung die Versicherung von Ihrer Leistungspflicht ganz oder teilweise befreien.

Wir unterstützen Sie bei der Anzeige des Versicherungsfalls gegenüber der Versicherung, schon alleine deshalb, um hier Fehler zu vermeiden, auf die sich später der Versicherer beruft.

Beigefügt werden sollte die Anordnung der Schließung durch das Gesundheitsamt, der Anordnung von Quarantäne u.ä. Zu einer schnelleren Bearbeitung könnte beitragen, wenn bereits bei Schadenmeldung die Lohnabrechnungen der von der Schließung betroffenen Mitarbeiter, betriebswirtschaftliche Unterlagen wie BWAs und/oder Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten 3 Jahre übersandt werden. Schließlich sollten auch die weiterlaufenden Kosten aufgelistet und durch entsprechende Unterlagen belegt werden. Am besten wird bereits mit der Schadenmeldung eine Frist von 1 – 2 Wochen zu setzen, da dadurch auch Verzugszinsansprüche ausgelöste werden.

Ansprüche auch gegen Versicherungsvermittler prüfen lassen!

Möglicherweise haben Sie aber auch eine andere Möglichkeit, zu einem Schadensausgleich zu kommen, wenn Sie zwar über eine Betriebsausfallversicherung oder Betriebsunterbrechungsversicherung verfügen, der Pandemiefall dort aber tatsächlich ausgeschlossen ist. Denn – wenn Sie Ihr Versicherungsmakler oder Versicherungsmittler hierzu nicht oder nicht ausreichend beraten und/oder aufgeklärt hat – können Sie hier Schadensersatzansprüche wegen Falsch- oder Schlechtberatung geltend machen!